Trendwende im NFT-Markt? Diese Chains profitieren…

In den vergangenen 2 Jahren haben sich NFTs (Non-Fungible-Tokens) neben den dezentralen Finanzen (DeFi) als Wachstums-Motor für Blockchain-Ökosysteme neben dem Web3 entwickelt.

In den sozialen Medien konnte sich kaum jemand dem NFT-Hype rund um die pixeligen Punks und digitalen Affen entziehen und das Handelsvolumen auf den großen NFT-Handelsplätzen wie OpenSea oder Rarible stieg rasant. Trotz des riesigen Erfolgs im letzten Jahr hat sich der Hype rund um NFTs mittlerweile spürbar abgekühlt, weshalb sich nun viele Anleger die Frage stellen, wie es im NFT-Markt in Zukunft weitergeht.

Warum kam es zu dem extremen NFT-Hype in 2021?

Die ersten NFTs sind bereits vor rund 5 Jahren mit den virtuellen Punks (CryptoPunks) und Katzen (CryptoKitties) ins Leben gerufen worden. Dennoch kam es erst im vergangenen Jahr zum wirklichen Durchbruch. Dies lag einerseits daran, dass die Preise aller bekannten Krypto-Währungen durch die Decke gegangen sind, was entsprechend auch für ein erhöhtes Interesse an dem gesamten Blockchain-Bereich gesorgt hat.

Dies hatte zur Folge, dass sich nicht nur mehr nur Krypto-affine Nutzer für die digitalen Sammelserien interessierten, sondern auch immer mehr Prominente, die ihre teuren NFTs als Profilbild in den sozialen Medien präsentierten. Zu den Promis, die Besitzer der Prestige-NFTs sind, zählen z.B. Justin Bieber, Eminem oder auch Heidi Klum und Paris Hilton. Da diesen Promis Millionen von Menschen weltweit auf Instagram, Twitter & Co. folgen, wurden die dort präsentierten Sammelserien auch einer Vielzahl an Leuten gezeigt, die sich ebenfalls nach einem der begehrten digitalen Bildchen interessierten.

Viele Krypto-Fans hatten Angst, den nächsten großen Trend zu verpassen (FOMO), wodurch u.a. die Preise entsprechender NFT-Sammelserien wie Bored Ape Yacht Club (BAYC) innerhalb eines Jahres von 300 US-Dollar auf bis zu 3,4 Mio. US-Dollar (+1,1 Millionen Prozent) für ein einziges NFT anstiegen, womit die Spitze des NFT-Hypes endgültig besiegelt war.

Play-to-Earn (P2E) als wesentlicher Erfolgs-Faktor

Neben den NFT-Sammelserien haben NFTs auch in der Videospiel-Industrie eine neue Ära eingeläutet. Denn NFTs ermöglichten plötzlich Blockchain-basiertes Gaming, wodurch Nutzer ihre In-Game-Assets in den Spielen besitzen und durch den Handel mit diesen Assets auf NFT-Plattformen einen möglichen Gewinn erzielen konnten.

Gerade in Zeiten von Corona, in denen überwiegend Menschen im Niedriglohn-Sektor ihren Arbeitsplatz verloren, haben die sog. Play-to-Earn-Spiele an Popularität gewonnen, da sie den Menschen eine ernsthafte, alternative Einkommensquelle boten. Das Blockchain-basierte Spiel Axie Infinity (AXS) wurde innerhalb kürzester Zeit zum beliebtesten Spiel in dem Segment.

Die Axie-NFTs erreichten ein Handelsvolumen von über 1 Milliarde US-Dollar, womit das Spiel laut Cointelegraph zwei Drittel der gesamten NFT-Transaktionen im Play-to-Earn-Bereich ausmachte.

NFT-Markt kühlt in 2022 deutlich ab

Ende 2021 begannen die Preise für Krypto-Währungen zu fallen, was jedoch zunächst keine großen Auswirkungen auf den NFT-Markt hatte. Im Gegenteil: Der Verkauf von NFTs blieb in der ersten Hälfte des Jahres 2022 ziemlich stark mit einem Gesamthandelsvolumen von 2,7 Mrd. US-Dollar. Dann aber brach auch der NFT-Markt aufgrund der deutlich getrübten Stimmung am Markt ein.

Zum Vergleich: Während man Ende März noch ca. 150 ETH (damals etwa. 450.000 US-Dollar) für den günstigsten Bored Ape auf den Tisch legen musste, sind es aktuell gerade einmal 75 ETH (ca. 90.000 US-Dollar). Bei den Bored Apes kam es aufgrund eines Fehlers dazu, dass einige Nutzer ihres Apes im Wert von Hunderttausenden von US-Dollar quasi umsonst verkauften, was das Vertrauen und somit auch den Wert zusätzlich erheblich drückte. Ähnlich verhielt es sich auch mit den anderen großen NFT-Sammelserien, die allesamt im Preis gefallen sind.

Ist eine Trendwende in Sicht?

Nun aber scheint sich langsam eine Trendwende im NFT-Markt abzuzeichnen. Auch wenn nach Ansicht von Experten aufgrund der aktuellen Marktbedingungen weiterhin mit erheblicher Volatilität im Wert von NFT-Projekten zu rechnen ist. So ist beispielsweise Yaroslav Shakula, Chef des „Yard Hubs“ der Meinung, das NFTs sicherlich auch vom Bären-Markt betroffen sind, allerdings in vielen Fällen weniger stark als die eigentlichen Krypto-Währungen.

So ist das NFT-Handelsvolumen im letzten Monat wieder leicht auf derzeit 950 Mio. US-Dollar (+2,1% zum Vormonat) gestiegen. Die Gesamtzahl an NFT-Verkäufen belief sich im September auf 8,78 Mio. Dies ist die dritthöchste monatliche Gesamtzahl in diesem Jahr, wobei der Januar 2022 mit 12,16 Mio. verkauften NFTs noch an der Spitze liegt. Der NFT-Marktplatz OpenSea hat im 3. Quartal satte 144 Mio. US-Dollar Umsatz durch Gebühren erwirtschaftet. Dies entspricht auch einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vormonat.

Grund für die Erholung dürften die überwiegend positiven Entwicklungen im NFT-Markt in den letzten Wochen und Monaten gewesen sein. Diverse soziale Netzwerke (z.B. Twitter, Instagram etc.) haben angekündigt, NFTs zu integrieren, um Nutzern die Möglichkeit zu geben, ihre persönlichen NFTs via Web3-Anbindung als Profilbild zu verwenden. Berücksichtigung fanden dabei NFTs von Blockchains wie Ethereum (ETH), Polygon (MATIC) und Flow (FLOW).

Solana (SOL) will in Kürze als viertes Blockchain-Netzwerk folgen, da das NFT-Ökosystem auf Solana schon seit längerem floriert. Während das Verkaufsvolumen für Ethereum-basierte NFTs zuletzt stagniert, haben sich die NFT-Sales auf Solana aufgrund hochkarätiger NFT-Projekte fast verdoppelt.

Insbesondere das NFT-Projekt y00ts auf Solana ist an Popularität sprunghaft angestiegen. Damit ist der Marktanteil von Solana am gesamten NFT-Handelsvolumen in den letzten 6 Wochen laut Daten von Delphi Digital von 7% auf ca. 24% angestiegen.

Nichtsdestotrotz ist Ethereum (ETH) noch immer Marktführer in diesem Bereich, was sich kurzfristig wohl auch nicht ändern dürfte. Denn Blockchains wie Solana (SOL) oder Flow (FLOW) werden zwar zunehmend für neue NFT-Projekte genutzt, aufgrund der höheren Sicherheit und der Vielzahl der aktiven Nutzer, setzen viele Projektbetreiber nach wie vor auf Ethereum, was auch das Handelsvolumen der letzten Tage zeigt (siehe Grafik):

Top 5 Blockchain nach NFT-Handelsvolumen | Quelle: Crytoslam.io

Die Zukunft von NFTs

Branchen-Experten sind der Meinung, dass der NFT-Markt nicht nur weiter bestehen wird, sondern viele Experten gehen auch davon aus, dass dieser in Zukunft noch weiter expandieren und eine größere Rolle in der digitalen Wirtschaft spielen wird.

Demnach könnte der NFT-Markt nach Schätzungen von Marktforschern bis 2030 einen Wert von ca. 230 Mrd. US-Dollar erreichen, was einer deutlichen Vervielfachung der aktuellen Marktkapitalisierung entsprechen würde. Dies ist auf die anhaltende Akzeptanz in den Bereichen Video-Spiele, Musik, Kunst und digitale Sammlerstücke zurückzuführen.

Denn in den kommenden Jahren wird unser Leben wohl immer virtueller werden – Meetings, Unterricht und vieles weitere könnte schon bald im Metaverse stattfinden, in denen NFTs eine entscheidende Rolle einnehmen.

Unser Fazit:

Trotz des Bären-Marktes im Krypto-Markt hat sich das NFT-Handelsvolumen in den letzten Wochen wieder erholt. NFTs entwickeln sich langsam, aber sicher von einem reinen Sammler- und Spekulations-Instrument, hin zu realen Anwendungsfällen.

Viele NFT-Projektbetreiber knüpfen an ihre NFTs inzwischen werthaltige Vorteile, so dass sich durch das Halten entsprechender NFTs auch wirtschaftliche Vorteile für die NFT-Besitzer ergeben.

Viele Blockchain-Ökosysteme wie Ethereum (ETH), Polygon (MATIC), Solana (SOL) oder Flow (FLOW) dürften daher in den nächsten Jahren vom wachsenden NFT-Markt profitieren.

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