Ethereum vor dem Fork: Was sollen Anleger tun?

Der Ethereum „Merge“ steht unmittelbar bevor. Dadurch wechselt Ethereum bekanntlich vom Proof-of-Work (POW)-Konsensus auf Proof-of-Stake (PoS). Letzterer gilt als schneller, verbraucht weniger Energie und ist besser für die Skalierung der Ethereum Blockchain geeignet.

Der Umstellung auf PoS (The Merge) wird für den 14.-16. September erwartet und viele Krypto-Anleger hoffen auf mögliche Forks, um zusätzliche Krypto-Gelder abgreifen zu können.

Ethereum PoW Fork erhält Unterstützung

Wahrscheinlich ist derzeit, dass es einen Fork von Ethereum (ETH) geben wird, der den Proof-of-Work-Konsens beibehält. Einige Miner die nicht gewillt sind, ihren Betrieb aufzugeben, versuchen diesen Fork (Ethereum PoW) zu unterstützen, um ihr Mining-Geschäft aufrechtzuerhalten.

Ob dieser Fork sinnvoll ist, darüber streiten sich die Krypto-Experten. Eine Studie der Krypto-Börse BitMEX z.B. kommt zu dem Schluss, dass mögliche PoW-Forks aufgrund des fehlenden DeFi-Ökosystems letztendlich ins Leere laufen werden. Große Ökosystem-Teilnehmer wie Tether (USDT) oder Chainlink (LINK) wollen ausschließlich Ethereum 2.0 unterstützen.

Dennoch haben etliche Krypto-Börsen, darunter Coinbase, Binance, OKX, Poloniex, BitMEX, MEXC Global, Phemex, Gate.io, ihre Unterstützung für einen potenziellen ETHPOW-Token signalisiert. Bei Poloniex, Gate.io, Phemex und BitMEX gilt die Unterstützung als gesichert.

Poloniex & Co. wollen Ether-Inhaber die gleiche Menge (1:1) an ETHPOW-Token auf der POW-Fork-Blockchain gutschreiben, wodurch diese Krypto-Börsen später auch vom späteren ETHPOW-Handel profitieren könnten.

Was ist zu tun, um geforkte Coins zu erhalten?

Jeder Krypto-Anleger freut sich über kostenlose Airdrops. Um die Chancen zu erhöhen, Coins aus einer möglichen Ethereum-Abspaltung zu erhalten, sollten Krypto-Nutzer ihre Ethereum (ETH) aus Staking- oder Lending-Protokollen nehmen und in die eigene Wallet transferieren. Wichtig ist, dass Anleger bei der entsprechenden Wallet den privaten Schlüssel kontrollieren.

Alternativ können interessierte Anleger ihre Ethereum (ETH) auch an zentrale Börsen transferieren, die bereits zugesagt haben, den Ethereum POW (ETHPOW) Fork zu unterstützen. Börsen die den Fork unterstützen, ermöglichen im Idealfall auch den Handel von ETHPOW.

Allerdings sollten Anleger beachten, dass es bei einigen Börsen längere Zeit dauern kann, bis die Gutschrift der Coins auf dem Konto erfolgt. Details hierzu lassen sich bei den Richtlinien einzelner Börsen für den bevorstehenden „Merge“ erfahren.

Wichtig! Krypto-Nutzer werden keine Ethereum POW (ETHPOW) für jene Ethereum (ETH) erhalten, die auf Optimism, Arbitrum, Polygon, Avalanche oder einer anderen Layer-2-Skalierungslösung gehalten werden. Auch gibt es keinen ETHPOW Airdrop, wenn Ethereum zur Bereitstellung von Liquidität z.B. auf Aave oder Compound gehalten wird. Anleger tun gut daran, ihre ETH noch vor dem „Merge“ zurück ins Mainnet zu verschieben, um mögliche Forks zu erhalten.

Vorsicht vor Betrug durch Airdrops!

Wie immer bei so einem wichtigen Event, werden auch Betrüger versuchen, den „Merge“ für sich zu nutzen. Dabei ist zu beachten, dass es keine offiziellen Airdrops gibt, die von der Ethereum Foundation bestätigt wurden.

Krypto-Sicherheitsexperten warnen davor, dass findige Betrüger Tokens an ihre Wallet senden könnten. Nutzer werden dann möglicherweise überrascht feststellen, dass sie plötzlich deutlich mehr Tokens besitzen. Doch an dieser Stelle beginnt der Betrug.

Um den Airdrop zu beanspruchen, werden Nutzer dann auf eine betrügerische Webseite gelockt, um sich mit ihrer Ethereum-Wallet anzumelden und eine Transaktion zu genehmigen. Damit übergeben Nutzer möglicherweise unbemerkt dem Betrüger die Kontrolle über die eigene Wallet. Daher ist an dieser Stelle höchste Vorsicht geboten.

Chart: Ethereum (1-Jahres-Kursentwicklung) | Quelle: TradingView

Unser Fazit:

Durch den „Merge“ dürfte vor und nach dem Event mit erhöhter Volatilität bei Ethereum (ETH) zu rechnen sein. Einige Anleger werden kurzzeitig andere Coins in Ethereum tauschen, um mögliche Airdrops abgreifen zu können, was anschließende Gewinn-Mitnahmen nach dem „Merge“ wahrscheinlicher macht.

Wichtig ist zu wissen, dass beim „Merge“ nur der Konsensus gewechselt wird, für den Endnutzer ändert sich nichts. Für die meisten ETH-Besitzer ist es wahrscheinlich die einfachste und beste Option, die Coins an einer am Fork teilnehmenden Börse zu lagern. Darüber hinaus sollten Anleger mit einer zunehmenden Zahl von Betrugsversuche rechnen und an dieser Stelle besondere Vorsicht walten lassen.

Charttechnik:

Nach einem bullischen Cross-Over im Trendfolge-Indikator MACD am 6. September, stehen die Zeichen bei Ethereum (ETH) weiter auf steigende Kurse. Angetrieben durch den Hype rund um den „Merge“ könnten die Kurse an die 200-Tage-Linie (rote Linie) heranlaufen, die bei knapp 2.100 US-Dollar verläuft. Anschließend sollten Anleger mit Gewinn-Mitnahmen rechnen.

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