BITCOIN: WAS MACHEN DIE INVESTMENT-PROFIS?

Der Bitcoin (BTC) konnte Ende April die psychologisch wichtige Marke von 40.000 US-Dollar nicht halten, was einem Crash auf zeitweise deutlich unter 30.000 US-Dollar zur Folge hatte. Im Monat Mai ließ sich daraufhin eine deutliche Akkumulationsphase in der Region um die 30.000 US-Dollar beobachten, in der sich anhand der On-Chain-Daten wieder vermehrt Bitcoin-Wale eingekauft haben.

Nichtsdestotrotz schafft es der Bitcoin (BTC) noch nicht aus der Akkumulationsphase auszubrechen und ist inzwischen zeitweise wieder unter die Marke von 30.000 US-Dollar gefallen. Viele Investoren sehen darin ein deutliches Indiz, dass dem Bitcoin und damit dem gesamten Krypto-Markt noch eine weitere Korrekturphase bevorsteht.

Grund für den schwächelnden Krypto-Markt ist die hohe Korrelation mit den durch die Inflation, steigenden Zinsen und dem Krieg in der Ukraine unter Druck geratenen traditionellen Aktien-Märkten.

Laut Coindesk lag die Korrelation zwischen dem Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und den großen US-Indizes in der ersten Mai-Hälfte auf einem neuen Rekordhoch. Tatsächlich lässt sich zwischen dem Bitcoin, dem S&P 500 und NASDAQ eine starke Korrelation feststellen:

Bitcoin Korrelation mit S&P 500 und Nasdaq | Quelle: TradingView

Wie kommt die hohe Korrelation mit den traditionellen Märkten zustande?

Die hohe Korrelation mit den Finanz-Märkten lässt sich damit begründen, dass seit dem letzten Jahr vermehrt institutionelle Investoren im Krypto-Markt aktiv sind. Laut der Investmentbank Morgan Stanley sind Kleinanleger (Retail-Investoren) schon lange nicht mehr die treibende Kraft im Krypto-Markt, so wie es vor 4 Jahren noch der Fall gewesen ist, als der Bitcoin noch unter 10.000 US-Dollar gehandelt wurde.

Heutzutage stammt der größte Anteil des täglichen Krypto-Handelsvolumens von Institutionen, die sich auf den Handel mit Krypto-Währungen spezialisiert haben. Im 1. Quartal 2022 betrug das Handelsvolumen von institutionellen Anlegern satte 76%. Bei den institutionellen Investoren handelt es sich neben Investmentbanken wie JPMorgan oder Morgan Stanley, auch um Unternehmen wie dem Elektrobauer Tesla oder das von Michael Saylor geführte Software- und IT-Unternehmen MicroStrategy.

Diese Firmen sind üblicherweise diversifiziert aufgestellt und sind meist neben Investments in Bitcoin & Co. auch in weitere Anlageklassen wie (Tech-)Aktien investiert. Dies geht auch aus einem Bericht von Genesis Trading hervor, in dem das Phänomen von Howard Greenberg wie folgt beschrieben wird: „Der Krypto-Investor, egal ob Privatanleger oder institutionell, ist in der Regel auch Investor bei Tech-Aktien. Er ist tendenziell optimistisch in Bezug auf Technologie als Störfaktor für aktuelle Branchen, und diese Überkreuzung und Korrelation spielt sich derzeit ab“.

Durch das Anlageverhalten wird also die Korrelation zwischen Aktien und Kryptos befeuert. Sind Investments in Aktien rückläufig, werden zeitgleich auch die Investitionen in die wesentlich volatileren Krypto-Währungen verringert, um sich vor zu hohen Kursverlusten zu schützen. Dies ist letztendlich auch der Grund, weshalb der Bitcoin (BTC) genau wie Tech-Aktien empfindlich auf die Zinswende reagiert und dem ursprünglichen Werteversprechen, unabhängig von der Geld-Politik zu sein, um so als Inflations-Schutz zu dienen, nicht gerecht wird.

Außerdem werden laut Investmentbank Morgan Stanley Krypto-Währungen von nun an generell niedriger bewertet, da die FED damit beginnen will, die Dollar-Bilanz, die aufgrund der Corona-Pandemie aus den Fugen geraten ist, zu verringern. Bis zuletzt hatte die hohe Menge an US-Dollar im Umlauf eine hohe Bewertung der Kryptos noch gerechtfertigt.

Reichster Bitcoin-Wal schlägt kräftig zu…

Trotz der hohen Korrelation mit den anhaltend schwachen Tech-Aktien, spekulieren wohl die Profis zumindest auf eine kurzfristige Erholung. Im Zuge der jüngsten Akkumulationsphase um die Marke von 30.000 US-Dollar ist die Zahl der der Adressen, die zwischen 100 und 1.000 Bitcoin (BTC) halten, laut dem Krypto-Analyseunternehmen Santiment wieder gestiegen.

Außerdem hat die Bitcoin-Adresse, die nach den Krypto-Börsen Binance und Bitfinex die höchste Zahl an Bitcoins hält, wieder kräftig akkumuliert. Allein in den vier Tagen vom 24.-27. Mai wurden dieser Adresse 806 BTC hinzugefügt. Dies entspricht einem derzeitigen Marktwert von 24,18 Mio. US-Dollar.

Bitcoin-Kursentwicklung Ende Mai bis Anfang Juni | Quelle: TradingView

Auf den Kauf erfolgte prompt eine Erholung des Bitcoin-Kurses um ca. 10%. Laut Santiment konnte man in der Vergangenheit öfters eine Korrelation zwischen dem Bitcoin-Preis und der Anzahl an Adressen mit mehr als 100 BTC beobachten.

Chart: Bitcoin (1-Jahres-Kursentwicklung) | Quelle: TradingView

Unser Fazit:

Wie es mit dem Bitcoin (und damit mit dem gesamten Krypto-Markt) in den nächsten Wochen weitergeht, bleibt weiterhin sehr ungewiss. Die Preiserholung der letzten Tage verläuft sehr zaghaft, nachdem auch die US-Indizes teilweise wieder nachgegeben haben.

Dies zeigt wieder einmal mehr, dass sich der Krypto-Markt nicht von den traditionellen Märkten abkoppeln kann. Für eine Erholung der Märkte könnte das nächste FOMC-Meeting am 10. Juni sorgen. Experten sind der Meinung, dass der Höhepunkt der Inflation in den USA bereits erreicht sein könnte, weshalb die FED bei den nächsten Zinserhöhungen etwas vorsichtiger vorgehen könnte. Die US-Notenbank signalisierte zuletzt gleichzeitig weitere Zinserhöhungen, solange die Inflation unter Kontrolle ist.

Angesichts weiter steigender Zinsen dürfte daher das Kurserholungs-Potenzial beim Bitcoin (BTC) auf kurze Sicht eher begrenzt sein.

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