Bitcoin: Wann endet die Talfahrt?

im aktuellen Digital Asset und Flows Weekly Report stellt CoinShares fest, dass digitale Anlageprodukte in der vergangenen Woche Mittelabflüsse von über 422 Mio. US-Dollar hinnehmen mussten. Große institutionelle Investoren haben offenbar die Krypto-Märkte in einem Rekordtempo verlassen. Großinvestoren zogen zuletzt insbesondere aus Bitcoin (BTC) Kapital ab.

Laut CoinShares konzentrierten sich die Mittelabflüsse fast ausschließlich auf Bitcoin (BTC), der in Vorwoche Abflüsse von 453 Mio. US-Dollar verzeichnete (siehe Grafik):

Quelle: CoinShares

Die rekordverdächtigen Mittelabflüsse aus Bitcoin (BTC) gleichen damit die Kapitalzuflüsse im bisherigen Jahresverlauf fast aus. Unter dem Strich flossen damit seit Jahresbeginn nur noch 26 Mio. US-Dollar von institutioneller Seite in Bitcoin-Investmentprodukte.

Laut CoinShares geht der Großteil der Kapitalabflüsse fast ausschließlich auf kanadische Börsen und einen ganz bestimmten Anbieter zurück. Marktbeobachter vermuten, dass vor allem aus kanadischen Bitcoin ETF-Produkten zuletzt massiv Geld abgezogen wurde.

Ermutigende Signale für Bitcoin

Zwar fiel der Bitcoin (BTC) zuletzt wieder unter die Marke von 20.000 US-Dollar, allerdings könnte die führende Krypto-Währung nach mehreren zyklischen Indikatoren kurz vor einer Bodenbildung stehen.

Wie die meisten Indikatoren zeigen die Daten vom MVRV– und SOPR-Ratio ein historisches Muster, das mehrmals einem starken Aufwärtstrend vorausgegangen ist. Nach Angaben der Krypto-Analyseplattform CryptoQuant zufolge deuten die meisten dieser Indikatoren darauf hin, dass Bitcoin (BTC) derzeit unterbewertet ist und eine Bodenbildung vollziehen kann.

Allerdings war nach CryptoQuant-Angaben zuletzt auch ein Anstieg des MPI (Miners Position Index) zu verzeichnen. Die Daten zeigen eine Kapitulation der Miner, die in früheren Zyklen in der Regel einer Bodenbildung beim Bitcoin (BTC) vorausging, aber den Krypto-Markt bei weiter fallen Kursen weiter belasten könnte.

Wie weit kann Bitcoin noch fallen?

In den vergangenen Wochen kam es beim Bitcoin (BTC) immer wieder zu Kurserholungen, was für bei etlichen Anlegern die Hoffnung nährte, dass die Talsohle durchschritten ist. Aber ein tieferer Blick in die Daten deutet darauf hin, dass die kurzfristige Kurserholung eher eine technische Reaktion inmitten eines Bären-Marktes ist.

Die Marktforscher aus dem Hause Delphi Digital mahnen daher weiter zur Vorsicht. Während früherer Bären-Märkte fiel der Bitcoin (BTC) vom Höchststand bis zum Tiefststand zeitweise um bis zu 85%. Sollte sich diese Entwicklung im aktuellen Umfeld wiederholen, könnte dies laut Delphi Digital Bitcoin-Kurse von knapp über 10.000 US-Dollar bedeuten.

Die Aussichten für Ethereum (ETH) sind sogar noch düsterer, da der Preis in der vorangegangenen Baisse vom Höchststand bis zum Tiefststand um zeitweise bis zu 95% gefallen ist. Sollte sich das gleiche Szenario auch in diesem Bären-Markt wiederholen, könnte Ethereum auf bis zu 300 US-Dollar fallen, heißt es bei Delphi Digital.

Bitcoin ist aktuell schon überverkauft

In der Grafik unten ist zu sehen, wie der 14-Wochen-RSI beim Bitcoin (BTC) kürzlich zum dritten Mal in seiner Geschichte unter 30 fiel und damit eine überverkaufte Situation anzeigt. Anzumerken ist, dass die beiden vorherigen Ereignisse (2015 und Ende 2018) ebenfalls in der Nähe eines Markttiefs stattfanden und damit ein mögliches Ende des aktuellen Bären-Marktes signalisieren.

Quelle: Delphi Digital

Während einige Anleger dies als einen guten Zeitpunkt für einen Wiedereinstieg werten, warnt Delphi Digital diejenigen, die eine „V-förmige“ Erholung erwarten: „In den beiden vorangegangenen Fällen wurde Bitcoin (BTC) mehrere Monate lang in einer Seitwärtsspanne gehandelt, bevor es schließlich zu einer starken Erholung kam.“

Bitcoin (BTC) ist kürzlich zum ersten Mal seit März 2020 unter den 200-Wochen-Durchschnitt gefallen. Historisch gesehen wurde der Bitcoin während der vorangegangenen Bären-Märkte nur wenige Wochen lang unter diesem Niveau gehandelt. Dies könnte darauf hindeuten, dass tatsächlich bald eine Bodenbildung stattfinden könnte.

Bitcoin (1-Jahres-Kursentwicklung) | Quelle: Tradinview

Unser Fazit:

Zwar ist die Stimmung im Krypto-Markt bereits auf dem tiefsten Stand seit der Corona-Krise im März 2020, doch der finale Ausverkauf (Kapitulation) fand bislang noch nicht statt.

Zumindest in der Vergangenheit hat eine endgültige Kapitulation oft dafür gesorgt, dass die schwachen Hände bzw. kurzfristig orientierte Anleger aus dem Markt gespült wurden – dies war dann meist das Ende des Bären-Marktes und der Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung.

Problem bleibt die strikte Geld-Politik der US-Notenbank, die dem Finanzmarkt weiter Geld entzieht. Weiter steigende Zinsen könnten zu einer weltweiten Rezession führen und damit auch die Krypto-Märkte samt Bitcoin (BTC) weiter belasten.

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