Bitcoin vor weiteren Kurseinbruch um 30%?

Nach mehreren gescheiterten Ausbruchs-Versuchen fiel der Bitcoin (BTC) Ende letzter Woche wieder zeitweise auf unter 21.000 US-Dollar zurück. Zuletzt mussten sich Anleger mit einer Seitwärtsbewegung abfinden. Einige Krypto-Analysten fürchten, dass der Bitcoin nochmal um weitere 30% fallen könnte, nachdem sich das charttechnische Bild eingetrübt hat.

Was sagen die Indikatoren?

Der renommierte Krypto-Analyst Justin Bennett glaubt, dass sich der Bitcoin (BTC) derzeit in einer ähnlichen Situation befindet, wie bei seinen vorherigen Abstürzen im Mai und Juni dieses Jahres. Der Analyst warnte davor, dass der Kurs beim letzten Mal, als Bitcoin (BTC) unter die „Bear Flag“ (technische Marktkonstellation) brach, um 30% fiel und sich ein solcher Absturz wiederholen könnte.

Bitcoin „Bear Flag“ | Quelle: Justin Bennett / YouTube

Andere Indikatoren lassen derweil hoffen, dass es keine großen Verluste geben wird. So verweist XOR Strategy-Chef Aurelien Ohayon auf das Verhältnis zwischen Bitcoin-Kurs und dem einfachen 200-Tagesdurchschnitt (SMA), das nach seiner Lesart eine baldige Rückkehr in den Aufwärtstrend signalisiert. Der weit verbreitete SMA wird von vielen Markt-Akteuren als Schlüsselbarometer für die langfristige Trendstärke angesehen.

Zudem ist der „Bitcoin Realized Price“ (BRP) derzeit auf einem Stand, der in der Vergangenheit jeweils Vorbote für eine längere Aufwärtsbewegung beim Bitcoin (BTC) war. Der BRP entspricht dem Wert aller Bitcoins, zu dem diese gekauft wurden, geteilt durch die Anzahl aller umlaufenden BTC.

Beides lässt darauf hoffen, dass es für den Bitcoin (BTC) schon bald wieder aufwärts gehen könnte. Anleger sollten aber bedenken, dass aufgrund der geopolitischen Situation jederzeit unvorhersehbare Ereignisse auftreten könnten, die den Markt positiv oder negativ beeinflussen.

Der Fall Mt.Gox holt die Bitcoin-Community wieder ein

Die Vorfälle bei der Krypto-Börse Mt.Gox vor 8 Jahren spielen auch in der heutigen Zeit eine Rolle. Nach einem Verlust von 850.000 Bitcoins (BTC) musste die Krypto-Börse im Jahr 2014 Insolvenz anmelden. Ob durch einen Hack oder durch eine Insider-Aktion, ist bis heute nicht vollständig geklärt, wobei die Tokioter Polizei von letzterem ausgeht.

Rund 200.000 Bitcoins (BTC) konnten nach dem Diebstahl gesichert werden, von denen 150.000 beim japanischen Insolvenz-Verwalter Nobuaki Kobayashi in Verwahrung sind. 8 Jahre nach diesem verheerenden Zwischenfall sollen nun die Geschädigten zumindest einen Teil ihrer Einlagen zurückerhalten. Die Geschädigten sollen selbst entscheiden können, in welcher Form die Kompensation erfolgt. Dabei stehen 3 Optionen zur Auswahl: Fiatgeld, Bitcoin (BTC) oder Bitcoin Cash (BCH).

Bitcoin-Preisrutsch durch Mt.Gox-Gläubiger?

Die betrügerischen Vorgänge auf Mt.Gox liegen 8 Jahre zurück. Für viele Anleger hat sich der Kurs seitdem mindestens ver-20-facht. Analysten und Investoren fürchten nun, dass die Mehrzahl der Geschädigten ihre Bestände verkauft, um von der Wertentwicklung der letzten Jahre zu profitieren.

Der Wert der 150.000 Bitcoins (BTC) entspricht aktuell rund 3 Mrd. US-Dollar. Diese BTC machen zwar nur einen kleinen Anteil aller umlaufenden Coins aus, das Volumen einer möglichen Abverkaufswelle könnte jedoch den Preisdruck auf den Bitcoin weiter erhöhen.

Bitcoin (1-Jahres-Kursentwicklung) | Quelle: Tradingview.com

Unser Fazit:

Der aktuelle Bitcoin-Handel ist eher von niedrigen Umsätzen geprägt. Sollten größere Bitcoin-Bestände auf den Markt kommen, könnte dies kurzzeitig zu einem verstärkten Preisdruck führen, auch wenn der Markt insgesamt groß genug sein sollte, um auch größere Stückzahlen aufzunehmen.

Einen Einfluss auf die weitere Bitcoin-Kursentwicklung dürfte neben der gesamtwirtschaftlichen Lage auch die weitere Entwicklung der Inflationszahlen haben, welche die Entscheidungen der US-Notenbank maßgeblich beeinflusst. Hinzu kommen etwaige Fortschritte, was die Regulierung des Krypto-Marktes in den USA und Europa angeht.

Auch sollten Anleger das schwankende Kräfteverhältnis zwischen Euro und US-Dollar beachten. Neigen Euro & Co. weiter gegenüber dem US-Dollar zur Schwäche, könnte dies dem weitgehend in US-Dollar gehandelten Bitcoin (BTC) zugutekommen.

Charttechnik:

Nach dem Sturz unter die 50-Tagelinie (blaue Linie) und einem bärisch Crossover im Trendfolge-Indikator MACD am 17. August stehen die Zeichen beim Bitcoin (BTC) eher weiter auf sinkende Kurse. Anleger sollten darauf vorbereitet sein, dass der Bitcoin nicht nur die Marke von 20.000 US-Dollar, sondern auch die bisherigen Jahrestiefstände aus dem Juni nochmal testet.

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